Müllnerhorn-Berglauf aus dem Nonner Unterland

Der Schnee ist bis über 1000 m schon fast wieder weg, es ist zeitweise frühlingshaft warm, die Vögel zwitschern, die ersten Blumen zeigen sich vorsichtig. Skitour? Fehlanzeige. Natürlich könnte man weit fahren und hoch beginnen, aber dazu haben wir keine Lust und auch nicht die Zeit.

Also beschließen wir von zuhause auf das Müllnerhörndl zu laufen. Zweieinhalb Kilometer geht es an diesem Traummorgen zuerst an der Saalach dahin, wir müssen schon ein paar Mal stehen bleiben, um zu fotografieren. Schattig und kalt dann der teils steile Anstieg vom E-Werk zum Schroffen mit vielen Holzstufen.

Auf der Bürgermeisterhöhe beginnt ein ekelhafter, eisiger Wind, die Sonne versteckt sich noch hinter dem Predigtstuhl, die Kiefern biegen sich und rauschen. An der Teufelshöhle ist es richtig unheimlich. Auf der Anhöhe dann kommen wir in die Sonne, es ist toll, aber der Wind ist immer noch kalt. Schöne Ausblicke, ein lustiges Auf und Ab zwischen schönen Kiefern und durch kleine Wiesen – wir mögen diese Bürgermeisterhöhe sehr.

Nach einem kleinen Abstieg erreichen wir die Forststraße, die von Kibling am Saalachsee herauf kommt. Auf ihr geht es nun recht lange dahin – zum Wandern etwas langweilig, zum Laufen gerade recht. An ihrem Ende beginnt ein bezaubernder Märchenwald, große Blöcke, Sonnenstrahlen, die durch die Bäume brechen und Muster auf den Boden malen, kleine Felswandln – irgendwie sehr hübsch – finden wir. Sehr gut zum Laufen ist es hier allerdings nicht mehr, vor allem nicht mit dem jetzt nun doch vorhandenen Schnee. Aber es macht viel Spaß.

Am Schluss laufen wir geradewegs in den unnatürlich bvlauen Himmel hinein. Auf dem kleinen Felsköpfel, der das geschmiedete Kreuz trägt (lt. topographischr Karte liegt er irgendwo zwischen dem Pflasterbachhörndl und dem Rabensteinhorn – ja, das Hörndl hat 3 Gipfel! Und eigentlich heißt nur das niedrigste, Reichenhall am nähesten gelegene Müllnerhörndl – aber bei uns sagt a jeder Müllnerhorn zum ganzen Berg!) …
… ja, auf dem Gipfelchen sitzt schon einer und genießt die Wärme und den Rundblick. Ein bisschen kommen wir ins Gespärch, ratschen über Berggehen, Skitouren, Laufen und so weiter. Er macht auch ein Bild von uns – sonst ist immer nur einer von uns drauf.

Irgendwann dann packen wir unsere paar Sachen und begeben uns weider auf den Heimweg. Anfangs langsam und vorsichtig im rutschigen Schnee auf dem steilen Waldhang, später dann lassen wir es laufen, rollen einfach den Forstweg hinunter, den Pfad zur Bürgermeisterhöhe wieder hinauf und dann ganz runter zum E-Werk in Kirchberg.

Karte

Und dann … kommen nur noch 2,5 km entlang der Saalach auf dem asphaltierten Weg – da wird die Sache etwas quälend. Aber das geht vorbei – und es bleibt eine schöne Erinnerung an den 30. Januar 2016.

Noch ein paar Bilder mehr gibt es auf Photos.Google